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Sanija Ameti: Russische Propaganda instrumentalisiert Skandal

Sanija Ameti, Co-President In Operation Libero, poses for a portriat on Nov.2, 2021, at Proger in Bern. (Christian Beutler/Keystone via AP)
Sanija Ametis politische Ausrichtung ist das Feindbild der russischen Propaganda.Bild: keystone

Der Ameti-Skandal ist ein gefundenes Fressen für die russische Propaganda

Dass GLP-Politikerin Sanija Ameti auf ein Jesus-Bild geschossen hat, fand internationale Beachtung. Auch die russische Propaganda ist auf den Fall aufgesprungen.
11.09.2024, 12:0124.12.2024, 16:19

Seit Tagen dominiert Sanija Ameti die Schlagzeilen in der Schweiz. Die grünliberale Politikerin hatte mit Schüssen auf ein Jesus-Bild für viel Empörung gesorgt – mit drastischen Konsequenzen.

Die Causa wird auch im Ausland wahrgenommen, so berichtete etwa Vatican News darüber.

«Woke-Zensur»

Doch auch die russische Propaganda-Maschinerie greift das Thema auf. Die deutsche Ausgabe des staatlichen Mediums RT attackiert dabei die Schweizer Medienlandschaft. Es herrsche eine «Woke-Zensur in der Schweiz» und die Medien würden die Wahrheit vertuschen.

RT behauptet gar, sie hätten als Erste über den Fall berichtet. Die Schweizer Presse sei links und die SRF-«Tagesschau» habe gar nicht erst über den Vorfall berichtet. Zwar wurde er in den «Tagesschau»-Sendungen tatsächlich nicht thematisiert, doch das SRF berichtete im 10 vor 10 und Schweiz aktuell ausführlich darüber.

Homophobe Aussagen in russischen Medien

Auch das russischsprachige EurAsia Daily berichtete. Das Putin-treue Onlineportal schreibt etwa über Ametis Operation Libero, sie fördere «sodomitische» sexuelle Beziehungen. Das pro-russische Propagandaportal Life.ru vergleicht Ametis Schiessaktion mit Ukrainern, die im besetzten Kursk Ikonen stehlen würden.

Ein belarussisches Newsportal berichtet über Ametis Schiessübung und schreibt, sie unterstütze auch das «Kiewer Regime», wie der Kreml die ukrainische Regierung nennt. Weiter heisst es, Ameti habe «einen noch nie dagewesenen Akt des Sakrilegs begangen».

Das nationalistische russisch-orthodoxe Newsportal Russische Linie schreibt, der Fall zeige «den europäischen Liberalismus, wie er ist». Liberalismus und «Sodomie» seien äusserst aggressive antichristliche Bewegungen. Weiter wird Ameti als «liberale Gotteshasserin» bezeichnet. Europäische Liberale würden «Christus aufrichtig hassen».

Putins Regime schürt schon lange den Hass auf liberale westliche Werte und die queere Community:

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177 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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loboc
11.09.2024 12:12registriert Juli 2022
Nicht nur dort. Die Kommentare auf albanischen Seiten fallen weitaus heftiger aus als die in Schweizer Online-Medien. Und das ist wohl das bitterste für Ameti: Die Schweizer werden es ihr verzeihen, die lammfrommen Christen werden ihr höchstens noch die zweite Wange hinhalten.
Aber auf dem Balkan ist sie unten durch.
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Franz v.A.
11.09.2024 12:18registriert August 2019
Man könnte ja nun ein Zeichen setzen, und mindestens 50 von den rusischen spio...äh Diplomaten heimschicken, so als Antwort für die Russen Propaganda.
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FamilyGuy
11.09.2024 12:25registriert März 2020
Die Schweiz hat noch keine Lösung zur Abwehr von russischen Troll-Bots gefunden. Ich denke, die neue Cyberkrieg-Abteilung der Armee ist noch überhaupt nicht operational gegen hybride Kriege, die mit Propoganda und Spaltung der Demokratien arbeitet, obwohl der Krieg in der Ukraine schon mehr als 2 Jahre dauert.
Und käufliche rechte Politiker lassen sich einspannen und machen russlandfreundliche Politik und lassen sich dafür bezahlen.
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